Meilensteine

Bernales Hütte

1997 – 2009

Carlos Bernales Pinedo verbringt seine Kindheit und Jugendzeit in Ventanilla und zwar genau in dem Slum Luis Alberto Kouri Haana, in dem heute Estación Esperanza tätig ist. Es gibt weder fliessendes Wasser noch Strom, geschweige denn ein Abwassersystem. Die Familien leben in Wellblechhütten.

2013

Miriam Kühni wandert nach Südamerika aus. Sie und Carlos Bernales (damals ihr Verlobter) planen die Projektarbeit. In der Hütte der Familie Bernales finden die ersten Mütter- und Kindertreffen statt.

2014

Im November 2014 wird das sozialmissionarische Projekt Estación Esperanza offiziell eingeweiht.

ab 2015

Die ersten Aktivitäten fanden in der Bernales-Holz-Hütte statt. Diese wird abgerissen und durch das Projektgebäude ersetzt. Wobei: Dieser Bau dauert seine Zeit

2016

Miriam und Carlos nehmen drei Mädchen als Pflegekinder auf und zügeln in das Projektgebäude.

2017

Der Verein „Estación Esperanza Schweiz“ wird als Vertretung des Projekts in der Schweiz gegründet. Er versteht sich als Freundeskreis, der für die Projektleitung verschiedene administrative Aufgaben abnimmt und auch sonst mit Rat und Tat zur Seite steht.

Erstes Kindergarten Projekt

Der erste Schritt in den Bildungs-Bereich wird riskiert: Renovation und Miete eines nahegelegenen Kindergartens. Leider klappt die Zusammenarbeit mit der Besitzerin letztlich nicht.

2018

Im Februar wird der Verein „Estación Esperanza Peru“ als Parallel-Organisation zum Schweizer Verein gegründet. Nun gibt es das Hilfswerk in Peru offiziell. Somit können Mitarbeitende legal angestellt werden und zwar inkl. Krankenversicherung und Einzahlungen in die Altersvorsorge.

Das Hilfsprojekt entwickelt sich qualitativ und quantitativ. Vor drei Jahren nahmen an den Kindernachmittagen noch 10 Kinder teil. Nun sind es bis zu 50 Kinder und wenn alle kommen würden, wären es 80. Neue Angebote von Estación Esperanza: Nachhilfe- und Förderunterricht (oft mit Montessori Methoden), Tanzstunden, Uni-Hockey, Musik-Unterricht (Gitarre, Piano und Cajon), Psychologie-Stunden sowie Gründung der Estación Esperanza-Band

Das Kindergarten-Projekt wechselt an die christliche Schule „Mahanaim“ in Ventanilla, wo sich Estación Esperanza einen Raum einrichtet. Hier werden kleinere Gruppe sowie einzelne Schüler gefördert und unterrichtet. Zudem übernimmt Estación Esperanza für die ganze Schule den Englischunterricht, gibt Tanzunterricht, führt Elternabende durch usw. Auch die Organisation von verschiedenen Anlässen, insbesondere des Weihnachtsfesten, gehört unterdessen zu den Aufgaben des Projekts.

In diesem Zusammenhang wird ein Paten-Unterstützungs-System initiiert, was Estación Esperanza eine intensivere Familienbegleitung ermöglicht. Es unterstützt Familien, welche das Schulgeld im Mahnaim nicht zahlen können. Mit der Vereinbarung gehen die Eltern auch Verpflichtungen ein, die wiederum das Wohlergehen des Kindes im familiären Umfeld fördern.

Miriam und Carlos wechseln mit den drei Mädchen in eine Kirche, die an der Zusammenarbeit mit dem Projekt interessiert ist. In der im Jahr 2017 gegründeten Kirchgemeinde „Familia para toda la vida“ (Teil der Asemblea de Dios) wird Estación Esperanza zu einem wichtigen Eckpfeiler im Gemeindeaufbau. Die Pfarrersfamilie, die 2017 aus Venezuela nach Lima einwanderte, hat eine Vision. Die Umsetzung ist jedoch schwieriger als erwartet. Gemeinsames Planen und gegenseitige Unterstützung wirken sich für beide Seiten als segensvoll aus, da sehr motivierend und stärkend.

Dachterasse