Jahresbericht 2018 Verein

Jahresbericht 2018 des Präsidenten

Geschätzte Mitglieder unseres Vereins

Unser drittes Vereinsjahr fasse ich unter dem Stichwort «Konsolidierung» zusammen: Der Vorstand wurde sich immer mehr bewusst, wie die spezifischen Aufgaben des Vereins aussehen. Konkret bedeutet dies: Arbeit und Verantwortung wuchsen.

Auch eine institutionelle Profilierung war damit verbunden. Da manchmal Leute über die Estación Esperanza-Webseite Spenden tätigen, schien es uns wichtig, dass diese über ein Sicherheits-Zertifikat verfügt. Um dieses zu erhalten, ist ein Eintrag ins Handelsregister des Kantons St. Gallen notwendig. Diesen Eintrag konnten wir Ende 2018 beantragen, anfangs 2019 erfolgte die Bestätigung.

Als sehr speziell empfinde ich es, dass 2018 gleich vier Vorstandsmitglieder einen Besuch beim Projekt abstatteten, und zwar völlig unabhängig voneinander.

Ich selber war im Februar in Ventanilla. Wir konnten einige strategische Entscheidungen treffen und ich durfte Miriam und Carlos auch ein wenig zur Seite stehen bei der Frage zum Gemeindewechsel und zur Zusammenarbeit mit der Schule. Freude machte mir, dass ich bei der Gründung des Vereins «Estación Esperanza Peru» dabei sein konnte. Eine gute Sache! Wollen wir SchweizerInnen nicht mal ein Vereins-Reisli organisieren und die Peruaner besuchen?

Im Juni war Linda Kühni dort. Trotz der knappen Zeit integrierte sie sich in den Projekt-Alltag und konnte mit Rat und Tat wertvolle Unterstützung leisten. Sie organisierte eine erfolgreiche Weiterbildung für die Mitarbeitenden: Methoden des systemisch lösungsorientierten Beratungsansatzes.

Dorothée Müller nahm dann im Herbst an der Peru-Gruppenrundreise teil. So waren es nicht nur Miriam und Carlos, die jeweils von Estación Esperanza erzählten. Dank Dorothée erhielten die Reise-TeilnehmerInnen auch Informationen aus der Schweizer Perspektive und damit einen Einblick in die Vereins-Aufgaben innerhalb der Schweiz.

Im Dezember nahm sich sogar David Stengel Zeit, seinen Verwandten-Besuch in Kolumbien mit einem Abstecher nach Peru zu erweitern. Carlos und Miriam wissen sich also wirklich unterstützt.

Aktivitäten

Am 26. Mai fand in Stäfa die Hauptversammlung statt, der dann der jährliche öffentliche Informationsnachmittag folgte. Das Wetter war grossartig und wir rechneten nicht mit grossem Interesse. Weit gefehlt! Wiederum war der schöne Saal der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde (Forum Kirchbühl) zum Bersten gefüllt. Die Räumlichkeiten wurden uns erneut kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür sind wir der Kirchgemeinde sehr dankbar. Ein Dank gilt zudem dem Sigristen Christian Gerber, der uns äusserst aufmerksam und liebevoll zur Seite stand.

Und natürlich: Ein grosser Dank an dieser Stelle an alle, die sich für diesen Anlass auf irgendeine Weise engagierten. Es gibt stets viel mehr zu tun, als man sich das so vorstellt.

Der Vorstand traf sich 2018 zu drei Sitzungen, eine davon mit Miriam und Carlos. Die Trimester-Kadenz war sehr erträglich und genügte trotz des vielseitigen Engagements.

Ende 2018 hatte der Verein einen Bestand von 36 Mitgliedern.

Der Vorstand erledigte, zum Teil mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern, folgende Aufgaben:

  • Vorbereitung und Durchführung des Informations-Anlasses in Stäfa
  • Organisation und Gestaltung weiterer Anlässe mit Carlos und Miriam (Gottesdienste, Senioren-Nachmittage, Konfirmanden-Begegnungen usw.)
  • Korrektur und Versand des Rundbriefes aus Peru
  • Führung der SpenderInnen-Liste
  • Anträge an und Kontakte mit institutionellen Spendern (Stiftungen, Kirchgemeinden)
  • Vorbereitungsgespräch mit Volontärinnen und Volontäre, sowie Evaluation nach Abschluss des Volontariats (2018 waren es 6 Frauen und 1 Mann)
  • Organisation der Schul-Patenschaften
  • Verkauf  von Handarbeits-Produkten aus Peru (Christkindli-Markt, Kirchgemeinden usw.)
  • Finanzierung aussergewöhnlicher Projektausgaben sowie der Projekt-Spesen
  • Administration und Führung von Pensionskasse und AHV für Miriam
  • Organisation des Deutsch-Trainings für Carlos (Skype-Gespräche)

Bemerkungen

Volontariate: Ohne VolontärInnen ginge es zurzeit schlicht nicht. Sie leisten eine enorme Arbeit. Ganz selten tauchten Probleme auf. Nicht lösbar waren sie, wenn zwischen Volontärinnen und Einheimischen eine Liebesbeziehung entstand. Wir müssen diesbezüglich in den Vorbereitungsgesprächen noch deutlicher «Klartext» sprechen. Zudem wollen wir etwas mehr Gewicht auf Spanischkenntnisse legen und die Mindestzeit auf zwei Monate ansetzen (Ausnahmen möglich).

Engagement Mitglieder: Weiterhin sind wir oft angewiesen auf die Bereitschaft von Mitglieder, an unseren Aktivitäten mitzuarbeiten. Wir denken an den Informations-Nachmittag in Stäfa, an Verkaufs-Anlässe usw. Zu sagen ist, dass beim Christkindli-Markt in Sargans Aufwand und Ertrag in einem Missverhältnis stehen. Deshalb steigen wir, nach drei Jahren, aus diesem Anlass aus.

Anfragen für 2019: Miriam und Carlos sind im Monat Mai in der Schweiz. Bei folgenden Anlässen sind wir auf Unterstützung angewiesen:

  • Infonachmittag in Stäfa: 5. Mai ab 14.00 Uhr (bzw. schon vorher für’s Vorbereiten)
  • Gottesdienst mit Suppenzmittag in Sargans: 19. Mai ab ca. 10.30 Uhr
  • zudem: Kann jemand weitere Anlässe in der Gemeinde oder sonst irgendwo organisieren? Es ist wichtig. Das Projekt wächst. Was, im Gegensatz zu einer Firma, nicht zu einem Gewinn-Wachstum führt, sondern vorderhand noch zu einem Ausgaben-Wachstum.
  • Wir suchen weiterhin Frauen und Männer, die ca. alle drei Monate einmal eine Stunde lang mit Carlos ein Deutsch-Skype-Gespräch führen.

Dank

Abschliessend möchte ich meinen Jahresbericht mit einem herzlichen Dank und «Vergelt’s Gott»: An die Vorstandsmitglieder für deren Zuverlässigkeit und Treue! an viele Vereinsmitglieder für deren Engagement in verschiedensten Situationen! und ganz speziell an Daniel Skvaro für seine riesige Arbeit im Gestalten unserer super Webseite!

Sargans, anfangs März 2019                                                          

Rolf Kühni